31 Jahre nach Srebrenica: Jusos erinnern an den Völkermord und setzen Zeichen gegen Hass und Menschenfeindlichkeit

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Anlässlich des Jahrestages des Völkermords von Srebrenica luden die Jusos Landshut zu ihrem zweiten politischen Stammtisch ein. Im Mittelpunkt des Abends stand die Erinnerung an eines der schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs – und die Frage, welche Lehren daraus für die Gegenwart gezogen werden müssen. 

Neben zahlreichen interessierten Gästen nahmen auch Genoss:innen der SPD aus Stadt und Landkreis sowie der DGB-Jugendsekretär Johannes Schlieter an der Veranstaltung teil. Schlieter hat sein Amt bei der DGB vor knapp 1,5 Monaten begonnen und stellte zu Beginn sein Programm vor. 

Den eindrucksvollen Vortrag hielt Kenan Kanuric, dessen Familie und Verwandte die Ereignisse des Bosnienkrieges selbst erlebt haben. Neben den historischen Fakten schilderte er auch persönliche Berichte und Erfahrungen aus seiner Familie. Gerade diese Verbindung von Zeitzeugenberichten und den historischen Hintergründen machte den Vortrag besonders bewegend und sorgte bei den Anwesenden für eine nachdenkliche Atmosphäre. Kanuric erinnerte daran, dass die von den Vereinten Nationen zur Schutzzone erklärte Enklave Srebrenica am 11. Juli 1995 von bosnisch-serbischen Truppen unter General Ratko Mladić eingenommen wurde. Innerhalb weniger Tage wurden mehr als 8.000 bosniakische Jungen und Männer systematisch ermordet. Rund 30.000 Frauen, Kinder und ältere Menschen wurden gewaltsam vertrieben. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien sowie der Internationale Gerichtshof stuften die Verbrechen später eindeutig als Völkermord ein. Im anschließenden Austausch wurde deutlich, dass Erinnerungskultur weit mehr bedeutet als den Blick in die Vergangenheit. Sie ist zugleich ein Auftrag für die Gegenwart. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Demokratie, Menschenrechte und der Schutz von Minderheiten niemals selbstverständlich sind, sondern täglich verteidigt werden müssen. Gerade in einer Zeit, in der rassistische und menschenfeindliche Parolen wieder lauter werden und Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Kultur ausgegrenzt und gegeneinander ausgespielt werden, müsse entschieden widersprochen werden. Hass beginne nicht erst mit Gewalt – er beginne mit Worten, mit Ausgrenzung und der systematischen Entmenschlichung anderer Menschen. Solchen Entwicklungen gelte es entschlossen entgegenzutreten, bevor sie sich verfestigen. Die Jusos und die SPD machten deshalb deutlich, dass das Versprechen „Nie wieder“ keine leere Floskel sein dürfe. Die Erinnerung an Srebrenica sei Mahnung und Verpflichtung zugleich: Völkermord, ethnische Säuberungen und jede Form von Menschenfeindlichkeit dürfen niemals relativiert oder vergessen werden. Demokratie lebt von einer offenen Gesellschaft, vom Respekt voreinander und vom entschlossenen Einsatz gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Der Stammtisch zeigte eindrucksvoll, wie wichtig politische Bildungsarbeit und der persönliche Austausch sind, um Geschichte lebendig zu halten. Denn nur wer sich mit den Verbrechen der Vergangenheit auseinandersetzt, kann dazu beitragen, dass sich solche Gräueltaten niemals wiederholen.

Unterlagen zur Beko 2013

Liebe Genossinnen und Genossen,
bald ist es soweit: in Straubing findet am 17.02.2013 die ordentliche Bezirkskonferenz der Jusos Niederbayern statt.

Dazu findet ihr hier die entsprechenden Tagungsunterlagen.

Sozialistische Grüße

Daniel König,
Juso-Bezirksvorsitzender

ordentliche Bezirkskonferenz der Jusos Niederbayern 2013

Einberufung gemäß § 4 (7) der Richtlinien der Jusos Niederbayern zur:

Ordentlichen Bezirkskonferenz
der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD
Regionalbezirk Niederbayern am 17.02.2013
im Gäubodenhof, Theresienplatz 32, 94315 Straubing

Norwegen-Gedenkveranstaltung am 22. September in Regensburg

Liebe Freundinnen und Freunde,

am 22. September veranstalten die SJD – Die Falken, Bezirk Niederbayern/Oberpfalz und die Jusos Regensburg eine gemeinsame Gedenkveranstaltung für die Opfer der Anschläge am 22. Juli 2011 in Norwegen.

Vor genau 2 Monaten ermordete ein rechtsextremer Attentäter durch einen Bombenanschlag in Oslo und ein Massaker in einem Ferienlager der sozialistischen Jugendorganisation AUF 77 Menschen, meist Jugendliche zwischen 14 und 22 Jahren, Unzählige wurden verletzt.

Zukunft der Sozialdemokratie

Einladung zur Diskussionsveranstaltung mit Andrea Ypsilanti (Mitglied des Hessischen Landtages)

Die SPD befindet sich seit der verheerenden Wahlniederlage vor gut einem Jahr immer noch in einem Diskussionsprozess, wie mit diesem Ergebnis umzugehen ist, worin seine Ursachen liegen und welche notwendigen Schlüsse hieraus zu ziehen sind. Der zu diesem Zwecke einberufene außerordentliche Bundesparteitag Ende September hat hierzu nur unzureichend beigetragen, so dass diese Diskussion auf allen Ebenen der Partei weitergeführt werden muss.

Jusos Niederbayern

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